Die alljährliche Mitgliederversammlung des DAKBT e.V. fand dieses Jahr am 10. Oktober im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung des Deutschen und Österreichischen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT und ÖAKBT) in Salzburg statt.
Es stand die Wahl des neuen Vorstandes für eine Wahlperiode von zwei Jahren an. Andrea Balcerzak (rechts im Bild) und Susanne Wagner (Mitte) wurden für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Frank Kasper stellte sich nach vier Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl und wurde herzlich und unter großem Applaus verabschiedet. Dritter im Bunde ist nun Christoph Rother (links im Bild), der nach vielen Jahren wieder für das Vorstandsamt kandidierte.
Es ist geschafft und es ist amtlich! Unsere Freude ist groß, an dieser Stelle mitteilen zu können, dass das Institut für Konzentrative Bewegungstherapie (IKBT) nun offiziell sichtbar werden und seine Arbeit aufnehmen kann. Das Registergerichtin Stuttgart hat die im Oktober 2024 auf der Mitgliederversammlung des DAKBT beschlossene Änderung des §7 unserer Satzung bestätigt.
Dieser wichtige Schritt ist das Ergebnis eines mehr als 3-jährigen Prozesses, an dem viele Personen intensiv beteiligt waren.
Der Verein und das Institut für KBT werden zukünftig als zwei Säulen unter dem Dach des DAKBT erscheinen. Unterschiedliche Aufgaben und Schnittstellen werden ausgearbeitet und zeitnah auf der Homepage sichtbar werden.Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Birgit Rosa und Alexandra Scheinpflug in der Geschäftsstelle, sowie Susanne Wagner in der Öffentlichkeitsarbeit.
Die Aufgabe des Instituts ist die Professionalisierung der KBT-Weiterbildung. Inhaltlich erfolgt die Strukturierung in enger Zusammenarbeit mit den Lehrbeauftragten. Aktuell wird das Curriculum für den zweiten Teil der Weiterbildung im Baustein „Theorie/Methodik“ in Pflicht- undWahlpflichtseminare aufgeteilt. Dieses soll hinsichtlich der Identität als KBT-Therapeut:in Orientierung geben und die Weiterbildung besser strukturieren.
Hierfür werden sämtliche Vorlagen vereinheitlicht und aufeinander abgestimmt. Die Transparenz eines klaren Weiterbildungskonzeptes bedarf einer Außendarstellung, die für Weiterbildungsinteressierte, Fachkolleg:innen undArbeitgeber:innen erkenntlich ist. Zudem werden unsere bereits vorhandenen hohen KBT-Standards in Weiterbildung, Lehre und Wissenschaftlichkeit imInstitut zusammengefasst. Damit zeigt sich die Qualität unserer Weiterbildung und unsere Professionalität wird nach außen sichtbar.
Daran arbeiten wir aktuell mit einem Team aus dem Kreis der Lehrbeauftragte (Elvira Braun, Barbara Bayerl, Heidi Klett, Kathinka Kintrup). Auch ihnen gilt unser Dank. In Zusammenarbeit mit der aktuellen Weiterbildungskommission (Sabine Wessendorf und Nina Freudenberg) arbeiten wiran der „Entbürokratisierung“ der Zulassung zur Weiterbildung.Im nächsten Schritt ist der Ausbau einer wissenschaftlichen Vernetzung geplant.
Wir freuen uns auf die Aufgabe, die KBT in eine berufliche Zukunft zu führen und stehen in diesem kreativen Übergangsprozess gerne für Anregungen und Ideen zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen
Ute Backmann Clara Scheepers-Assmus Institutsleitung Stellvertretende Institutsleitung
Bericht meiner Reise vom 5.4. bis 15.4.2025 nach Shanghai/Suzhou & Shijiazhuang
Nach der Landung in Shanghai wurden wir von dem Dolmetscher Ji Shen empfangen. An dieser Stelle gilt ihm mein besonderer Dank für seine Übersetzungen und seine Erläuterungen kultureller Differenzen. Die Reise ging dann gleich weiter nach Suzhou. Vom 7. bis 10.04. fand dort der zweite KBT-Kurs (32 UE) statt. Sieben Kolleginnen des ersten KBT-Kurses waren erneut dabei - es war ein freudiges Wiedersehen. Einige andere Kolleginnen erlebten die KBT erstmalig. Vor allem war ein deutlicher KBT-Prozess bei den Kolleginnen spürbar, die das Seminar im Oktober 2024 besucht hatten. Vertieft konnten wir zum Thema „KBT und Berührung/Körperkontakt“ arbeiten.
Spiel und Kreativität im Kontext von KBT-Gruppendynamik waren weitere Schwerpunkte. Alles diente nach wie vor auch dem Erfahrungsraum und dem Kennenlernen der Methode.
An einem der Seminartage war ein professioneller Fotograf zugegen, der - nach Einverständnis der Teilnehmenden - Videoaufnahmen von den KBT-Angeboten aufgenommen hat. Das Video ist aktuell noch in Bearbeitung.
Ebenso habe ich in diesem Kontext ein kurzes Interview gegeben, indem ich die KBT als grundlegende Methode und ihre Wirkfaktoren erläutert habe. Zudem konnte ich über die Anwendung in psychosomatischen und psychotherapeutischen Kliniken in Deutschland sprechen und eine Einschätzung zur Etablierung der Methode in China abgeben.
Von Suzhou ging es am 11.4. mit dem Schnellzug nach Shijiazhuang (ca 1.100 km entfernt) in die Provinz Heibei in die Nähe von Peking. Dort wurden wir von Frau Prof. Dr. Li empfangen. Sie ist Lehrstuhlinhaberin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Universitätsklinikum der Provinz Heibei in Shijiazhuang.
Am 12./13.4. fand dort ein Einführungskurs (16 UE) mit mehr als 40 Teilnehmenden statt. Es nahmen vorwiegend ärztliche Kolleg:innen der Uniklinik, aber auch psychotherapeutische Kolleg:innen der psychotherapeutischen Vereinigung der Provinz Heibei teil. Trotz der großen Gruppe war es eine intensive und anregende Arbeitsatmosphäre.
Bei dem abschließenden Abendessen haben Prof. Dr. Li, Dr. Sun und ich schon einmal über eine randomisierte kontrollierte Studie zur KBT im Uniklinikum Heibei gesprochen. Bis es allerdings soweit ist, sind sicherlich noch einige intensive KBT-Weiterbildungsprozesse durchzuführen.
Innerhalb der KBT-Lehrbeauftragtenkonferenz (28.2. - 2.3.25 in Fulda) hatten wir uns bereits über einen Rahmenentwurf zur KBT-Weiterbildung mit Zertifikat in China ausgetauscht. Darüber hinaus fand am 4.4.25 eine Online-Konferenz mit dem DAKBT-Vorstand, mir als Koordinatorin des China-Projektes und den chinesischen Kollegen statt. Hier konnten Eckpunkte der gemeinsamen Kooperation diskutiert werden.
In diesem Sinne bin ich gespannt auf die weitere Kooperation und danke besonders meiner Tochter Lissy für ihren digitalen/medialen Support.
Klausurtagung und LB-Konferenz vom 28.2. bis 2.3.2025
Einmal im Jahr treffen sich die Lehrbeauftragten des DAKBT e.V. mit den Lehrbeauftragten-Kandidat:innen zu einer Klausurtagung, um sich gemeinsam intensiv in unterschiedlichen methodischen und theoretischen Themen fortzubilden. Darüber hinaus werden Veränderungen die Weiterbildung betreffend beraten und neue Modelle und Vorschläge entwickelt. Das Lehrbeauftragten-Team des DAKBT e.V. in FuldaDiese Vorschläge können dann dem Vorstand und der Mitgliederversammlung des Vereins zur Beratung und zur Abstimmung vorgelegt werden. Es geht darum, Inhalte und Form der Weiterbildung zu verbessern und sie auf den Stand der aktuellen methodischen-theoretischen Grundsätze zu bringen. Ziel ist es, die zukünftigen KBT-Kolleg:innen besser auf die Anforderungen in den unterschiedlichen Einsatzfeldern vorzubereiten. Auch soll die Weiterbildung anschaulicher und attraktiver nach außen dargestellt werden. In der anschließenden Lehrbeauftragten-Konferenz werden aktuelle Themen, Anträge und Fragen behandelt und mit dem Vorstand abgestimmt. Der Vorstand bringt eigene Themen ein, die ebenfalls im Gesamtgremium mit Planungsschritten für die Umsetzung beraten werden.
Über den Dächern von Fulda im schönen Tagungskloster am Frauenberg haben wir in diesem Jahr die Diskussion über den zweiten Teil der Weiterbildung fortgesetzt. Dieser beinhaltet Seminare zur Methodik, Theorie und Praxis der KBT im Umfang von 200 Stunden.
In den letzten beiden Jahren hatten wir inhaltliche Schwerpunktthemen festgelegt, die in Pflichtseminaren angeboten werden sollen:
Beziehungswissenschaften,
Methodik der Körperpsychotherapie
Krankheitslehre und Krankheitsmodelle
Dieses Jahr haben wir ein Modell der konkreten Umsetzung erarbeitet: Innerhalb von drei Jahren werden im Wechsel die drei Schwerpunktthemen als Blockseminare angeboten. Darüber hinaus wird es jedes Jahr drei Wochenend-Pflichtseminare geben. Diese Pflichtseminare beziehen sich auf die Themen:
KBT-Diagnostik
Sprache/Symbolisierung
Gruppenleiten/Gruppendynamik
Gegenstände
Schließlich soll es 2-6 Wahlpflichtseminare pro Jahr geben. Nach dem Modell könnten die Weiterbildungskandidat:innen diesen Teil der Weiterbildung in drei Jahren abschließen und die 200 Stunden absolvieren. Nach drei Jahren wiederholt sich dieser Weiterbildungszyklus. Aus unserer Sicht wird die Weiterbildung dadurch zeitlich und inhaltlich überschaubarer und damit auch für Außenstehende wie z.B. Arbeitgeber deutlich nachvollziehbarer.
Ein zweites wichtiges Thema war die Wahl der Leitung und Stellvertretung des KBT-Institutes, das seine Arbeit offiziell aufnehmen kann, sobald die Änderung der Vereinssatzung vom zuständigen Registergericht in Stuttgart bestätigt wurde. Satzungsgemäß wählte das LB-Team Ute Backmann als künftige Institutsleitung und Clara Scheepers-Assmus als ihre Stellvertreterin. Die Wahl wurde durch den Vorstand bestätigt. Bei den nächsten konkreten Schritten der Umsetzung wird außerdem ein Team aus Barbara Bayerl, Elvira Braun, Heidi Klett, Kathinka Kintrup unterstützen. Ein großer erster Schritt ist auch hier getan.
Verabschiedung von R. Brückl aus der AG WEL Foto: K. KintrupRoland Brückl wurde aus der AG WEL (Weiterentwicklung der Lehre) verabschiedet. Clara Scheepers-Assmus würdigte sein langjähriges, intensives Engagement für einen Hochschulstudiengang „KBT“ in dieser Arbeitsgruppe.
Nach drei vollen Tagen des konstruktiven Arbeitens mit richtungsweisenden Veränderungen und Entscheidungen beendeten wir die Klausurtagung und LB-Konferenz bei wunderschönem Sonnenschein.
Christoph Rother Sprecher der Lehrbeauftragten im DAKBT e.V.
auf der Generalversammlung am 3.12.2024 wurde die Auflösung des EAKBT (Europäischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) einstimmig beschlossen. Nachdem CHAKBT (Schweizer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) und ÖAKBT (Österreichischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) ihre Mitgliedschaft im EAKBT beendet hatten, kündigte nun auch der slowakische Verband an, sich aus dem EAKBT zurückziehen zu wollen. Um als Verein auf europäischer Ebene eingetragen zu sein, ist jedoch die Mitgliedschaft von mindestens sechs nationalen Vereinen notwendig. Diese Voraussetzung war nun nicht mehr gegeben.
Angesichts dieser traurigen Nachricht freut es uns ganz besonders, dass Claudia König, die letzte Präsidentin des EAKBT, den DAKBT künftig als Delegierte bei den Veranstaltungen der EAP (European Association for Psychotherapy) vertreten wird und so dafür sorgt, dass der DAKBT auf europäischer Ebene sichtbar bleibt.
Wichtig zu wissen: Über die Mitgliedschaft des DAKBT im DVP (Deutscher Dachverband für Psychotherapie) besteht die Anbindung an eine europaweit anerkannte Akkreditierungsorganisation. Auf diesem Weg ist die Anerkennung des ECP (European Certificate of Psychotherapy) für KBT-Therapeut:innen auch weiterhin möglich.
Wir vom Vorstand des DAKBT bedauern das Ende der europäischen Zusammenarbeit im EAKBT außerordentlich. Unser Dank gilt allen, die in den vergangenen 23 Jahren beim Aufbau und der Gestaltung des EAKBT mitgearbeitet haben. Ein besonderes Dankeschön gilt Claudia König und ihrer Vizepräsidentin Dr. Barbara Karlin für ihr Engagement und Herzblut um den Erhalt des EAKBT.
Der Vorstand des DAKBT Andrea Balcerzak Frank Kasper Susanne Wagner