Der EAKBT (Europäischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) wurde am 13. März mit Einstimmigkeit durch das BOARD-Meeting des EAP (European Association for Psychotherapy) reakkreditiert und behält somit den EWAO-Status (European Wide Accrediting Organizations) für weitere 7 Jahre.
Im Kommentar des EAP wird die KBT als bekannte und gut etablierte Methode mit langjähriger Erfahrung bewertet.

Wir freuen uns sehr!

 

 

"Embodiment und Kreativität als Grundprinzipien einer erlebnisorientierten und relationalen Körperpsychotherapie"

Prof. Dr. med. Frank Röhricht, MD FRCPsych, London/UK
Donnerstag, 15.04.2021 um 18 Uhr

Die Körperpsychotherapie (KPT) ist salonfähig geworden. Entstanden aus zwei zentralen Wurzeln einer kritischen Psychoanalyse (Wilhelm Reich) und der Leib/Reformpädagogik (Elsa Gindler) hat sich das breite klinische Erfahrungswissen als eine vierte große Säule in der Psychotherapie-Landschaft etabliert. Dabei erweisen sich einerseits die neuen Paradigmen der NeuroPsychologie (‚Embodied Cognition‘ und ‚Affective Neuroscience‘) als richtungsweisend für eine Erlebniszentrierung der psychotherapeutischen Arbeit. Zudem wird sehr viel stärker ‚resourcen-orientiert‘ gearbeitet, damit bekommt der Aspekt der Kreativität (Stichwort Kunsttherapien) mehr Gewicht. 
Der Vortrag beschäfigt sich mit diesen Entwicklungen und stellt die KPT als eine moderne, relationale und evidenz-basierte Psychotherapie vor.

DIE TEILNAHME IST KOSTENFREI. KEINE ANMELDUNG ERFORDERLICH.

ZOOM LINK: https://us02web.zoom.us/j/85290270229?pwd=L2JuL3A0TnFYajRQQk5tOElMMlM4QT09
Meeting-ID: 852 9027 0229
Kenncode: 888234

 

 

Wegen der Corona-Pandemie können einige Weiterbildungsseminare nicht wie geplant stattfinden. Informieren Sie sich hier über das aktuelle Angebot.
Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter "KBT-Methodik-Seminare" und unter "Theorie-Praxis-Seminare".

Liebe Weiterbildungskandidat*innen,

angesichts der coronabedingt schwer zu planenden Seminarangebote möchten wir, Clara Scheepers-Assmus und Kathinka Kintrup, Euch ein Angebot für 2021 vorstellen, bei dem Ihr zu Hause eigenständig oder virtuell zu zweit / dritt Euch mit einem Buch auseinandersetzen könnt.
Dieses Angebot ist mit der Weiterbildungskommission und den anderen Lehrbeauftragten abgestimmt, gilt zunächst ausschließlich für 2021 und soll ein ergänzender Baustein im Rahmen der Theorie-Praxisseminare sein.

Wir haben ein Buch ausgewählt, das nach unserer Einschätzung eine gute Grundlage für die Auseinandersetzung mit den tiefenpsychologischen Grundlagen unserer KBT bilden kann. Wir werden aus diesem Buch (ca. 110 Seiten) ca. 20 Fragen entwickeln, die Ihr im Rahmen des Lesens allein oder in den Gruppen bearbeiten könnt. Nach Rücksendung des ausgefüllten Fragekataloges erfolgt noch ein gemeinsames Telefonat mit einer von uns beiden. Inhalt wird sein, welche Praxisrelevanz Teile des Buches für Eure Arbeit haben werden.

Wir werden das Buch "Psychodynamisch denken - tiefenpsychologisch handeln" von Prof. Gerd Rudolf nutzen.

Ablauf:

  • Alle interessierten Weiterbildungskandidat*innen können ab Dezember 2020 bis zum 31. März 2021 sich für das Literaturprojekt anmelden. Kosten 170 € (inklusive  Buch)
  • Die verbindliche Anmeldung sollte an uns beide unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen.
  • Wir bestätigen Euch die Teilnahme und senden Euch nach der Einzahlung das Buch und den Fragenkatalog zu.
    Die 20 Fragen werden sich sowohl auf die Inhalte des Buches wie auch die persönliche Verknüpfung mit Eurer Arbeit beziehen.
  • Alle TN müssen unterschreiben, dass sie den Bogen eigenständig ausfüllen bzw. kennzeichnen, mit welchen Kolleg*innen die Bearbeitung der Fragen erfolgte.
  • Nach Rücksendung des ausgefüllten Fragenkataloges und der Auswertung erfolgt ein 30-45 minütiges Telefonat mit einer von uns beiden. Ziel ist es, den persönlichen Nutzen und die Verknüpfung der Theorie mit der eigenen Arbeit zu besprechen.
    Das Gespräch entspricht eher einer Supervision und ist kein Prüfungsgespräch.
  • Danach erfolgt die Gesamtteilnahmebestätigung mit 15 Stunden im Studienbuch unter „Theorie-Praxisseminare“

Vorteile in Coronazeiten:

  • Intensive gelenkte Auseinandersetzung mit Fachliteratur
  • Keine Fahrt- und Übernachtungskosten für Weiterbildungskandidat*innen und Lehrbeauftragten 
  • Keine viralen Belastungen
  • Möglichkeit zur Peergruppenarbeit

Wir freuen uns, dieses neue Format mit vielen von Euch auszuprobieren.

Clara Scheepers-Assmus                                     Kathinka Kintrup
Lehrbeauftragte im DAKBT                                  Lehrbeauftragte im DAKBT

Die diesjährige Jahrestagung wird wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen auf den 11.11. - 14.11.2021 verschoben: die Stadt Wiesbaden untersagt ab dem 26.08. zunächst bis 21.09.2020 aufgrund regional höherer Infektionszahlen Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmer*innen.
Für 2021 haben wir bereits die Zusage der Referent*innen erhalten.

Anke Hamacher-Erbguth, Regina Schrack-Frank, Karin Schreiber-Willnow

pdfJaTa-Flyer_2020.pdf
pdfHygienekonzept-Jahrestagung-2020

Am 28. Juni 2020 starb Prof. Dr. Dr. Horst Kächele im Alter von 76 Jahren. Seine Familie war bei ihm. Die großen Verdienste von Prof. Kächele für die psychoanalytische und wissenschaftliche Welt können andere besser würdigen als ich: Frau Prof. Dr. Leuzinger-Bohleber bezeichnet ihn in einem Nachruf als Marathonläufer der Psychotherapieforschung. Prof. Kächele als stets freier, kritischer und manchmal wilder Geist war immer offen für andere Methoden der Psychotherapie jenseits der Richtlinien-Verfahren, so auch für die Konzentrative Bewegungstherapie. 

1997 kam auf Betreiben der KBT-Kollegin und Mitarbeiterin von Prof. Kächele, Susanne Wiede, und Sylvia Keller-Kropp, damals im Vorstand des DAKBT e.V. ein Treffen mit Prof. Kächele zu Stande, an dem auch ich teilnahm. Prof. Kächele war zu dieser Zeit ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Ulm und empfing uns in seinem Büro im Hochsträß. Er trug edle Schuhe und einen feinen Anzug und erklärte uns, wie Forschung und KBT gehen könnte. Wir KBT-Praktiker*innen waren tief beeindruckt und mit unserer Performance nicht wirklich zufrieden und waren sehr erleichtert, dass kurze Zeit später die Planung für die 1. KBT-Forschungswerkstatt stand.

Prof. Kächele hatte für uns mit Prof. Bernhard Strauss, Prof. Volker Tschuschke und Prof. Jürgen Eckert hochkarätige Referenten gewonnen und stellte uns die Räumlichkeiten der ehemaligen Hochschule für Gestaltung am Ulmer Hochsträß zur Verfügung. Als im Januar 1998 die 1. KBT-Forschungswerkstatt stattfand, erkannte ich Prof. Kächele zuerst nicht wieder: Er trug ein altes Sakko, die Haare standen in alle Richtungen und er war äußerst missgelaunt. Das war für uns nicht einfach auszuhalten, aber gerade das machte Prof. Kächele zu einem zutiefst authentischen Menschen. Prof. Kächele lehrte uns unermüdlich, manchmal ungeduldig, aber immer warmherzig den Unterschied zwischen klinischen und wissenschaftlichen Debatten. Es kam zur Gründung der KBT-Forschungsgruppe und mit Dr. Karin Schreiber-Willnow, Dr. Anke Hamacher-Erbguth, Prof. Dr. Klaus-Peter Seidler und Martin Pfäfflin (später Alexandra Epner und Swantje Grützmacher) übernahmen geeignetere Köpfe das Projekt und wir Praktiker*innen konnten uns aus der Organisation zurückziehen. 

Für die KBT und den DAKBT e.V. war es der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Zwischen 1998 und 2018 fand jährlich im Frühjahr die Forschungstagung des DAKBT statt. Hier wurden Methoden zur Erforschung der KBT als Therapieverfahren erarbeitet sowie empirische Untersuchungen zur KBT vorgestellt. Die Werkstatt stellte ein Forum dar für den Austausch zwischen Wissenschaftler*innen und praktizierenden KBT-Therapeut* innen. 2004 endete nach 6 Jahren die Forschungswerkstatt in Ulm: Wieder war Prof. Kächeles kantige Seite ein Motor für unsere Entwicklung – er teilte mit, dass wir nun erwachsen seien und uns einen neuen Platz für die Forschungswerkstatt suchen sollten, den wir dann an der Rhein-Klinik in Bad Honnef fanden. Bei der 15. KBT-Forschungswerkstatt 2013 war Prof. Kächele ein letztes Mal als Referent bei uns. Die Ankündigung lässt noch heute schmunzeln: „Horst Kächele wird uns auf seine ganz eigene Art darüber aufklären, was einen guten Therapeuten ausmacht.“ Die KBT verliert mit Prof. Kächele einen wohlwollenden, fordernden und kritischen Mentor! Wir danken ihm von Herzen! 

Ravensburg, 30.06.20

Roland Brückl
Lehrbeauftragter und Supervisor für KBT
Erzbergerstr. 27 – Praxis: Rudolfstr. 36
88214 Ravensburg
Tel.: 0751-7642789
Mobil: 01525-3445961
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www.kbt-ravensburg.de