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Erfolgreiches wissenschaftliches Forum „KBT und ADHS“

Das Thema ADHS als komorbide Störung im psychosozialen und psychotherapeutischen Kontext hat in den letzten Jahren großen Aufwind erfahren und wird als Diagnose in der ICD-11 aufgenommen. In Kombination zur KBT blieb es bislang weitgehend unbeachtet. Die Vorbereitungsgruppe des Forums war deshalb selbst gespannt, ob dieses Thema von den KBT-Kolleg:innen gut angenommen werden würde. 

Zum 2. Mal fand Ende Januar 2026 in Heidelberg das ‚Forum Wissenschaft und KBT‘ in Kooperation mit der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik der Universität in Heidelberg statt. Die Veranstaltung war völlig ausgebucht, eine Warteliste wurde angelegt. Das Forum umfasste 5 Vorträge und 4 Workshops.

Nach der gastfreundlichen Begrüßung durch den Hausherrn Prof. Dr. Christoph Nikendei eröffnete Ute Backmann die Tagung und führte durch das Programm.

Im ersten Vortrag führte Dr. Marcel Schulze von der Uniklinik Bonn in die Ätiologie und Behandlung des ADHS-Syndroms ein und belegte seine Ausführungen mit vielen eigenen Forschungsergebnissen. 

Dr. Ingmar Niecke richtete seinen persönlichen Fokus auf die mentalisierungsbasierte Therapie bei ADHS.  

In den parallel folgenden Workshops durch KBT-Therapeutinnen wurden spezifische Fragestellungen zum Thema erprobt und bearbeitet:

  • Claudia Krüger: Zwischen Unruhe und Präsenz – über den Körper zum inneren Erleben und zu besseren Beziehungen bei ADHS
  • Gisela Düro: ADHS und Sport bei Erwachsenen
  • Karin Nerger:  KBT Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit ADHS – Körperzonen erfahren, wahren und damit verbundene Grenzerfahrungen wahrnehmen

Verena Wagner hatte zu einem KBT Schnupperworkshop eingeladen, dem etliche KBT-Interessierte gerne folgten.
Der erste Tag endete nach dem Plenum, in dem die Ergebnisse aus dem Vorträgen und Workshops zusammengetragen wurden, in gemütlicher gemeinsamer Runde in der Pizzeria Roseto.  

Am Samstag Vormittag eröffnete Prof. Klaus Peter Seidler aus der Forschungsgruppe des DAKBT mit seinen neuen spannenden Forschungsergebnissen „Wie beurteilen KBT-Therapeut:innen die Behandlung ihrer Patient:innen. Da die bislang untersuchte Therapeut:innenschar noch überschaubar ist, warb er eindringlich um weitere Kolleg:innen, die sich an diesem Forschungsprozess beteiligen.

Die Lehrbeauftragte Regina Mockler-Sigle stellte die Langzeitbehandlung eines Mannes mit Depression und ADHS als Fallvignette vor und bezog mit ihren psychodynamischen Überlegungen und Therapieansätzen auch das Umfeld ein.

Den inhaltlichen Abschluss bildete der mit viel persönlichen Erfahrungen bereicherte Vortrag von Prof. Dr. Martin D. Ohlmeier aus Kassel, dem man noch länger hätte zuhören wollen. Er referierte zu ADHS und komorbiden Störungen und ging auch auf Medikation und Suchtmittelabusus ein

Dankenswerter Weise werden alle Folien den Teilnehmern zur Verfügung gestellt, sodass eine fundierte Nacharbeitung gesichert ist. Das Ziel des Forums, wissenschaftliche Forschung und Erfahrung zum Thema ‚KBT und ADHS‘ mit verschiedenen praktischen Ansätzen zu verknüpfen, ist vollauf gelungen. 

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Neue Studie: Auf Konzentrativer Bewegungstherapie basierte Körperbildtherapie

An der Klinik für Allgemeine Innere Medizin der Universität Heidelberg wurde eine auf die KBT basierte Körperbildtherapie für Patient:innen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung und komorbider Essstörung entwickelt. In einer frei zugänglichen aktuellen Veröffentlichung wird über die Ergebnisse einer prospektiven naturalistischen Machbarkeitsstudie zur Evaluation dieser Körperbildtherapie berichtet. 

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Verbundenheit

Bericht zur Jahrestagung 2025 in Salzburg

Die gemeinsame Jahrestagung des Österreichischen und des Deutschen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie fand vom 9. bis 11.Oktober 2025 in Salzburg statt.

Die Vorbereitungsgruppe aus beiden Verbänden bestehend aus Christa Paluselli-Mortier, Maria Stippler-Korp, Sabine Wessendorf und Nina Freudenberg erstellte in gelungener Zusammenarbeit ein Programm zum Thema „Verbundenheit“ mit Vorträgen und Workshops. Mit insgesamt 140 Teilnehmenden war die Tagung von Mitgliedern aus beiden Ländern gleichmäßig besucht. Verbundenheit wurde auch hier in Workshops, Pausen und dem Fest gelebt!
Christa Paluselli-Mortier eröffnete als Vorständin des ÖAKBT die gemeinsame Tagung, Andrea Balcerzak begrüßte als Vorständin für den DAKBT e.V.  und Sabine Wessendorf stimmte die Teilnehmenden mit vielschichtigen Gedanken im Hinblick auf „Verbundenheit“ in das Tagungsthema ein. SeidlerKlaus-Peter SeidlerDoeringStefan Doering

Mit dem ersten Fachvortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Stephan Doering zum Thema „Implizite Kommunikation, Beziehungserfahrung und Veränderung in der Psychotherapie“ konnten die Tagungsteilnehmenden am Donnerstag mit anschaulichen Forschungsergebnissen und Beispielen aus der Praxis auf die eher verborgenen Wirkmechanismen der Verbundenheit einen fundierten Blick werfen. 



Am Abend trug Prof. Dr. Klaus-Peter Seidler mit inspirierendem Forschergeist den aktuellen Stand zur Evaluation vor, wie KBT-Therapeut:innen die Behandlung ihrer Patient:innen beurteilen. 

 

 

Am Freitag konnte Mag.a Sandra Anders das Publikum mit ihrer lebendigen Darstellung eines Falles aus ihrer Praxis in Bann ziehen. Die Verbindung vom „Damals im Heute“, die äußere Realität und der psychische Raum in der KBT wurden anhand einer Arbeit mit Mutter und Tochter erlebbar. AndersSandra Anders
Das Format „Forschung kompakt“ wurde von Dr. Gabriele Wopfner vorgestellt. Die sogenannte „FUNDGRUBE – Fundierte Gruppenbeforschung" startete 2024 im ÖAKBT ein Forschungsprojekt zur Untersuchung von KBT-Gruppenprozessen in unterschiedlichen Settings. WopfnerGabriele Wopfner

 

 

Am Samstag sprach Marc Rackelmann über Möglichkeiten, wie sexuelle Themen in der Therapie anzusprechen seien und berichtete aus seiner Praxis. RackelmannMarc Rackelmann

Die über die Tagungsdauer fortlaufenden Workshops nahmen das Thema Verbundenheit in unterschiedlichen Facetten auf. Kurze Berichte zu den jeweiligen Workshops sind uns von Teilnehmenden freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden und können hier eingesehen werden. 

Bei der Morgeneinstimmung konnten Sabine Wessendorf und Nina Freudenberg am Freitag und Samstag viele interessierte Teilnehmende begrüßen, die sich gemeinsam in den neuen Tag hineinbewegten!

Das gemeinsame Abschlussfest mit Buffet, Bar und Tanz luden zum Austausch und zur Begegnung ein.

MVSusanne Wagner, Frank Kasper, Andrea Balcerzak, Alexandra Scheinpflug und Birgit RosaBeide Verbände hatten jeweils für sich ihre Mitgliederversammlung und Treffen einzelner Gremien.
Bei der Mitgliederversammlung des DAKBT e.V. wurde Dr. med. Rudolf Kost zum Dank für seine langjährigen Verdienste um den Verein als Ehrenmitglied ernannt. Waltraut Betker und Roland Brückl hielten eine berührende Laudatio. Ehrung KostRudolf Kost, Roland Brückl, Frank Kasper und Waltraut BetkerBei den Vorstandswahlen stellte sich Frank Kasper nach 4 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wiederwahl. Mit gemeinsamem Gesang unter der Begleitung von Silja Falkenhagen wurde er verabschiedet. In den Vorstand wurden gewählt: Andrea Balcerzak, Susanne Wagner und Christoph Rother

Als Überraschung zum Ende der Tagung angekündigt, lud Silja Falkenhagen das Plenum im großen Kreis stehend zum gemeinsamen Singen mit Gitarrenbegleitung ein. Daraus entwickelte sich ein bewegtes, verbundenes Dankeschön und Abschiednehmen gehend im Raum. Vielen Dank an Silja und ihre Fähigkeit, Menschen singend in Verbindung zu bringen!

Wir danken allen Teilnehmenden und Organisierenden für die gelungene Tagung!

 VorbereitungsgruppeDie Vorbereitungsgruppe: Nina Freudenberg, Maria Stippler-Korp, Sabine Wessendorf und Christa Paluselli-Mortier

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Neuer Vorstand im Amt

Die alljährliche Mitgliederversammlung des DAKBT e.V. fand dieses Jahr am 10. Oktober im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung des Deutschen und Österreichischen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT und ÖAKBT) in Salzburg statt.

Es stand die Wahl des neuen Vorstandes für eine Wahlperiode von zwei Jahren an. Andrea Balcerzak (rechts im Bild) und Susanne Wagner (Mitte) wurden für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Frank Kasper stellte sich nach vier Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl und wurde herzlich und unter großem Applaus verabschiedet. Dritter im Bunde ist nun Christoph Rother (links im Bild), der nach vielen Jahren wieder für das Vorstandsamt kandidierte.

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Institut (IKBT) nimmt Arbeit auf

Es ist geschafft und es ist amtlich! Unsere Freude ist groß, an dieser Stelle mitteilen zu können, dass das Institut für Konzentrative Bewegungstherapie (IKBT) nun offiziell sichtbar werden und seine Arbeit aufnehmen kann. Das Registergerichtin Stuttgart hat die im Oktober 2024 auf der Mitgliederversammlung des DAKBT beschlossene Änderung des §7 unserer Satzung bestätigt.

Dieser wichtige Schritt ist das Ergebnis eines mehr als 3-jährigen Prozesses, an dem viele Personen intensiv beteiligt waren.

Der Verein und das Institut für KBT werden zukünftig als zwei Säulen unter dem Dach des DAKBT erscheinen. 
Unterschiedliche Aufgaben und Schnittstellen werden ausgearbeitet und zeitnah auf der Homepage sichtbar werden.Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Birgit Rosa und Alexandra Scheinpflug in der Geschäftsstelle, sowie Susanne Wagner in der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Aufgabe des Instituts ist die Professionalisierung der KBT-Weiterbildung. Inhaltlich erfolgt die Strukturierung in enger Zusammenarbeit mit den Lehrbeauftragten. Aktuell wird das Curriculum für den zweiten Teil der Weiterbildung im Baustein „Theorie/Methodik“ in Pflicht- undWahlpflichtseminare aufgeteilt. Dieses soll hinsichtlich der Identität als KBT-Therapeut:in Orientierung geben und die Weiterbildung besser strukturieren.

Hierfür werden sämtliche Vorlagen vereinheitlicht und aufeinander abgestimmt. Die Transparenz eines klaren Weiterbildungskonzeptes bedarf einer Außendarstellung, die für Weiterbildungsinteressierte, Fachkolleg:innen undArbeitgeber:innen erkenntlich ist. Zudem werden unsere bereits vorhandenen hohen KBT-Standards in Weiterbildung, Lehre und Wissenschaftlichkeit imInstitut zusammengefasst. Damit zeigt sich die Qualität unserer Weiterbildung und unsere Professionalität wird nach außen sichtbar.

Daran arbeiten wir aktuell mit einem Team aus dem Kreis der Lehrbeauftragte (Elvira Braun, Barbara Bayerl, Heidi Klett, Kathinka Kintrup). Auch ihnen gilt unser Dank. In Zusammenarbeit mit der aktuellen Weiterbildungskommission (Sabine Wessendorf und Nina Freudenberg) arbeiten wiran der „Entbürokratisierung“ der Zulassung zur Weiterbildung.Im nächsten Schritt ist der Ausbau einer wissenschaftlichen Vernetzung geplant.

Wir freuen uns auf die Aufgabe, die KBT in eine berufliche Zukunft zu führen und stehen in diesem kreativen Übergangsprozess gerne für Anregungen und Ideen zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen

Ute Backmann                                                Clara Scheepers-Assmus
Institutsleitung                                                    Stellvertretende Institutsleitung

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Weiteres Seminar in China

KBT in China

Bericht meiner Reise vom 5.4. bis 15.4.2025 nach Shanghai/Suzhou & Shijiazhuang 

Nach der Landung in Shanghai wurden wir von dem Dolmetscher Ji Shen empfangen. An dieser Stelle gilt ihm mein besonderer Dank für seine Übersetzungen und seine Erläuterungen kultureller Differenzen.  Die Reise ging dann gleich weiter nach Suzhou. 
Vom 7. bis 10.04. fand dort der zweite KBT-Kurs (32 UE) statt. Sieben Kolleginnen des ersten KBT-Kurses waren erneut dabei - es war ein freudiges Wiedersehen. Einige andere Kolleginnen erlebten die KBT erstmalig.
BerührungVor allem war ein deutlicher KBT-Prozess bei den Kolleginnen spürbar, die das Seminar im Oktober 2024 besucht hatten. Vertieft konnten wir zum Thema „KBT und Berührung/Körperkontakt“ arbeiten. Seilspringen

Spiel und Kreativität im Kontext von KBT-Gruppendynamik waren weitere Schwerpunkte. Alles diente nach wie vor auch dem Erfahrungsraum und dem Kennenlernen der Methode. 

Interview BackmannAn einem der Seminartage war ein professioneller Fotograf zugegen, der - nach Einverständnis der Teilnehmenden - Videoaufnahmen von den KBT-Angeboten aufgenommen hat. Das Video ist aktuell noch in Bearbeitung. 

Ebenso habe ich in diesem Kontext ein kurzes Interview gegeben, indem ich die KBT als grundlegende Methode und ihre Wirkfaktoren erläutert habe. Zudem konnte ich über die Anwendung in psychosomatischen und psychotherapeutischen Kliniken in Deutschland sprechen und eine Einschätzung zur Etablierung der Methode in China abgeben.

Von Suzhou ging es am 11.4. mit dem Schnellzug nach Shijiazhuang (ca 1.100 km entfernt) in die Provinz Heibei in die Nähe von Peking. Dort wurden wir von Frau Prof. Dr. Li empfangen. Sie ist Lehrstuhlinhaberin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Universitätsklinikum der Provinz Heibei in Shijiazhuang. 

Am 12./13.4. fand dort ein Einführungskurs (16 UE) mit mehr als 40 Teilnehmenden statt. Es nahmen vorwiegend ärztliche Kolleg:innen der Uniklinik, aber auch psychotherapeutische Kolleg:innen der psychotherapeutischen Vereinigung der Provinz Heibei teil. Trotz der großen Gruppe war es eine intensive und anregende Arbeitsatmosphäre. Backmann Li 2

Bei dem abschließenden Abendessen haben Prof. Dr. Li, Dr. Sun und ich schon einmal über eine randomisierte kontrollierte Studie zur KBT im Uniklinikum Heibei gesprochen. Bis es allerdings soweit ist, sind sicherlich noch einige intensive KBT-Weiterbildungsprozesse durchzuführen.

Innerhalb der KBT-Lehrbeauftragtenkonferenz (28.2. - 2.3.25 in Fulda) hatten wir uns bereits über einen Rahmenentwurf zur KBT-Weiterbildung mit Zertifikat in China ausgetauscht. 
Darüber hinaus fand am 4.4.25 eine Online-Konferenz mit dem DAKBT-Vorstand, mir als Koordinatorin des China-Projektes und den chinesischen Kollegen statt. Hier konnten Eckpunkte der gemeinsamen Kooperation diskutiert werden.

In diesem Sinne bin ich gespannt auf die weitere Kooperation und danke besonders meiner Tochter Lissy für ihren digitalen/medialen Support. 

Herzliche Grüße

Ute Backmann
Lehrbeauftragte im DAKBT

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