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Weiteres Seminar in China

KBT in China

Bericht meiner Reise vom 5.4. bis 15.4.2025 nach Shanghai/Suzhou & Shijiazhuang 

Nach der Landung in Shanghai wurden wir von dem Dolmetscher Ji Shen empfangen. An dieser Stelle gilt ihm mein besonderer Dank für seine Übersetzungen und seine Erläuterungen kultureller Differenzen.  Die Reise ging dann gleich weiter nach Suzhou. 
Vom 7. bis 10.04. fand dort der zweite KBT-Kurs (32 UE) statt. Sieben Kolleginnen des ersten KBT-Kurses waren erneut dabei - es war ein freudiges Wiedersehen. Einige andere Kolleginnen erlebten die KBT erstmalig.
BerührungVor allem war ein deutlicher KBT-Prozess bei den Kolleginnen spürbar, die das Seminar im Oktober 2024 besucht hatten. Vertieft konnten wir zum Thema „KBT und Berührung/Körperkontakt“ arbeiten. Seilspringen

Spiel und Kreativität im Kontext von KBT-Gruppendynamik waren weitere Schwerpunkte. Alles diente nach wie vor auch dem Erfahrungsraum und dem Kennenlernen der Methode. 

Interview BackmannAn einem der Seminartage war ein professioneller Fotograf zugegen, der - nach Einverständnis der Teilnehmenden - Videoaufnahmen von den KBT-Angeboten aufgenommen hat. Das Video ist aktuell noch in Bearbeitung. 

Ebenso habe ich in diesem Kontext ein kurzes Interview gegeben, indem ich die KBT als grundlegende Methode und ihre Wirkfaktoren erläutert habe. Zudem konnte ich über die Anwendung in psychosomatischen und psychotherapeutischen Kliniken in Deutschland sprechen und eine Einschätzung zur Etablierung der Methode in China abgeben.

Von Suzhou ging es am 11.4. mit dem Schnellzug nach Shijiazhuang (ca 1.100 km entfernt) in die Provinz Heibei in die Nähe von Peking. Dort wurden wir von Frau Prof. Dr. Li empfangen. Sie ist Lehrstuhlinhaberin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Universitätsklinikum der Provinz Heibei in Shijiazhuang. 

Am 12./13.4. fand dort ein Einführungskurs (16 UE) mit mehr als 40 Teilnehmenden statt. Es nahmen vorwiegend ärztliche Kolleg:innen der Uniklinik, aber auch psychotherapeutische Kolleg:innen der psychotherapeutischen Vereinigung der Provinz Heibei teil. Trotz der großen Gruppe war es eine intensive und anregende Arbeitsatmosphäre. Backmann Li 2

Bei dem abschließenden Abendessen haben Prof. Dr. Li, Dr. Sun und ich schon einmal über eine randomisierte kontrollierte Studie zur KBT im Uniklinikum Heibei gesprochen. Bis es allerdings soweit ist, sind sicherlich noch einige intensive KBT-Weiterbildungsprozesse durchzuführen.

Innerhalb der KBT-Lehrbeauftragtenkonferenz (28.2. - 2.3.25 in Fulda) hatten wir uns bereits über einen Rahmenentwurf zur KBT-Weiterbildung mit Zertifikat in China ausgetauscht. 
Darüber hinaus fand am 4.4.25 eine Online-Konferenz mit dem DAKBT-Vorstand, mir als Koordinatorin des China-Projektes und den chinesischen Kollegen statt. Hier konnten Eckpunkte der gemeinsamen Kooperation diskutiert werden.

In diesem Sinne bin ich gespannt auf die weitere Kooperation und danke besonders meiner Tochter Lissy für ihren digitalen/medialen Support. 

Herzliche Grüße

Ute Backmann
Lehrbeauftragte im DAKBT

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Richtungsweisende Entscheidungen über den Dächern von Fulda

Klausurtagung und LB-Konferenz vom 28.2. bis 2.3.2025

Einmal im Jahr treffen sich die Lehrbeauftragten des DAKBT e.V. mit den Lehrbeauftragten-Kandidat:innen zu einer Klausurtagung, um sich gemeinsam intensiv in unterschiedlichen methodischen und theoretischen Themen fortzubilden. Darüber hinaus werden Veränderungen die Weiterbildung betreffend beraten und neue Modelle und Vorschläge entwickelt. Das Lehrbeauftragten-Team des DAKBT e.V.Das Lehrbeauftragten-Team des DAKBT e.V. in FuldaDiese Vorschläge können dann dem Vorstand und der Mitgliederversammlung des Vereins zur Beratung und zur Abstimmung vorgelegt werden. Es geht darum, Inhalte und Form der Weiterbildung zu verbessern und sie auf den Stand der aktuellen methodischen-theoretischen Grundsätze zu bringen. Ziel ist es, die zukünftigen KBT-Kolleg:innen besser auf die Anforderungen in den unterschiedlichen Einsatzfeldern vorzubereiten. Auch soll die Weiterbildung anschaulicher und attraktiver nach außen dargestellt werden.
In der anschließenden Lehrbeauftragten-Konferenz werden aktuelle Themen, Anträge und Fragen behandelt und mit dem Vorstand abgestimmt. Der Vorstand bringt eigene Themen ein, die ebenfalls im Gesamtgremium mit Planungsschritten für die Umsetzung beraten werden.  

Über den Dächern von Fulda im schönen Tagungskloster am Frauenberg haben wir in diesem Jahr die Diskussion über den zweiten Teil der Weiterbildung fortgesetzt. Dieser beinhaltet Seminare zur Methodik, Theorie und Praxis der KBT im Umfang von 200 Stunden.

In den letzten beiden Jahren hatten wir inhaltliche Schwerpunktthemen festgelegt, die in Pflichtseminaren angeboten werden sollen:

  1. Beziehungswissenschaften,
  2. Methodik der Körperpsychotherapie
  3. Krankheitslehre und Krankheitsmodelle

Dieses Jahr haben wir ein Modell der konkreten Umsetzung erarbeitet:
Innerhalb von drei Jahren werden im Wechsel die drei Schwerpunktthemen als Blockseminare angeboten. Darüber hinaus wird es jedes Jahr drei Wochenend-Pflichtseminare geben.
Diese Pflichtseminare beziehen sich auf die Themen: 

  • KBT-Diagnostik
  • Sprache/Symbolisierung
  • Gruppenleiten/Gruppendynamik 
  • Gegenstände

Schließlich soll es 2-6 Wahlpflichtseminare pro Jahr geben. Nach dem Modell könnten die Weiterbildungskandidat:innen diesen Teil der Weiterbildung in drei Jahren abschließen und die 200 Stunden absolvieren. Nach drei Jahren wiederholt sich dieser Weiterbildungszyklus. Aus unserer Sicht wird die Weiterbildung dadurch zeitlich und inhaltlich überschaubarer und damit auch für Außenstehende wie z.B. Arbeitgeber deutlich nachvollziehbarer. 

Ein zweites wichtiges Thema war die Wahl der Leitung und Stellvertretung des KBT-Institutes, das seine Arbeit offiziell aufnehmen kann, sobald die Änderung der Vereinssatzung vom zuständigen Registergericht in Stuttgart bestätigt wurde. Satzungsgemäß wählte das LB-Team Ute Backmann als künftige Institutsleitung und Clara Scheepers-Assmus als ihre Stellvertreterin. Die Wahl wurde durch den Vorstand bestätigt. Bei den nächsten konkreten Schritten der Umsetzung wird außerdem ein Team aus Barbara Bayerl, Elvira Braun, Heidi Klett, Kathinka Kintrup unterstützen. Ein großer erster Schritt ist auch hier getan.

RolandVerabschiedung von R. Brückl aus der AG WEL Foto: K. KintrupRoland Brückl wurde aus der AG WEL (Weiterentwicklung der Lehre) verabschiedet. Clara Scheepers-Assmus würdigte sein langjähriges, intensives Engagement für einen Hochschulstudiengang „KBT“ in dieser Arbeitsgruppe.

Nach drei vollen Tagen des konstruktiven Arbeitens mit richtungsweisenden Veränderungen und Entscheidungen beendeten wir die Klausurtagung und LB-Konferenz bei wunderschönem Sonnenschein.

Christoph Rother
Sprecher der Lehrbeauftragten im DAKBT e.V.

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EAKBT aufgelöst - wie gehts weiter?

Liebe Mitglieder,

auf der Generalversammlung am 3.12.2024 wurde die Auflösung des EAKBT (Europäischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) einstimmig beschlossen. Nachdem CHAKBT (Schweizer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) und ÖAKBT (Österreichischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie) ihre Mitgliedschaft im EAKBT beendet hatten, kündigte nun auch der slowakische Verband an, sich aus dem EAKBT zurückziehen zu wollen. Um als Verein auf europäischer Ebene eingetragen zu sein, ist jedoch die Mitgliedschaft von mindestens sechs nationalen Vereinen notwendig. Diese Voraussetzung war nun nicht mehr gegeben. 

Angesichts dieser traurigen Nachricht freut es uns ganz besonders, dass Claudia König, die letzte Präsidentin des EAKBT, den DAKBT künftig als Delegierte bei den Veranstaltungen der EAP (European Association for Psychotherapy) vertreten wird und so dafür sorgt, dass der DAKBT auf europäischer Ebene sichtbar bleibt.

Wichtig zu wissen: Über die Mitgliedschaft des DAKBT im DVP (Deutscher Dachverband für Psychotherapie) besteht die Anbindung an eine europaweit anerkannte Akkreditierungsorganisation. Auf diesem Weg ist die Anerkennung des ECP (European Certificate of Psychotherapy) für KBT-Therapeut:innen auch weiterhin möglich.

Wir vom Vorstand des DAKBT bedauern das Ende der europäischen Zusammenarbeit im EAKBT außerordentlich. Unser Dank gilt allen, die in den vergangenen 23 Jahren beim Aufbau und der Gestaltung des EAKBT mitgearbeitet haben. Ein besonderes Dankeschön gilt Claudia König und ihrer Vizepräsidentin Dr. Barbara Karlin für ihr Engagement und Herzblut um den Erhalt des EAKBT. 

Der Vorstand des DAKBT
Andrea Balcerzak
Frank Kasper
Susanne Wagner

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Gedenken an Helmuth Stolze

Anlässlich seines 20. Todestages gedachte der DAKBT Prof. Helmuth Stolze, dem Begründer der Konzentrativen Bewegungstherapie, auf der 47. Fachtagung für Konzentrative Bewegungstherapie in Wiesbaden mit einem Kurzvortrag von Dr. Anke Hamacher-Erbguth auf der Mitgliederversammlung.
In einer detailreichen Ausstellung im Foyer des Tagungshauses, gestaltet durch Christine Breitenborn und Dr. Anke Hamacher Erbguth, konnten die Teilnehmer:innen Stolzes Lebenswerk noch einmal Revue passieren lassen.

Zur Ausstellung:

QR Stolze

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Angst - Phänomen und/oder Störung?

Bericht von der 47. Internationalen Fachtagung für Konzentrative Bewegungstherapie
17. bis 20. Oktober 2024
Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod 

     
Im Rahmen der jährlich stattfindenden internationalen Tagung ist KBTler:innen und Interessierten anderer Berufsgruppen die Gelegenheit willkommen, sich weiter zu vernetzen. In vielerlei themenbezogenen Vorträgen und Workshops besteht die Möglichkeit, Wissen aufzufrischen und zu erweitern und gleichzeitig in gegenseitigen Austausch zu gehen. Wie jedes Jahr konnten die Teilnehmer:innen am Büchertisch der Kongressbuchhandlung aktuelle Publikationen einsehen und erwerben.

Andrea Balcerzak eröffnete im Namen des Vorstands die Jahrestagung und stellte die engagierte Vorbereitungsgruppe sowie das neue Gesicht in der Geschäftsstelle Frau Alexandra Scheinpflug vor.Geschäftsstelle

Sie gab einen Ausblick auf die Vorträge und Workshops, die mit verschiedensten Betrachtungsweisen an Angst und Angststörungen herangehen. Besonders wies sie auf die Mitgliederversammlung hin, im Rahmen derer über Beschlussvorlagen in Bezug auf das zu gründende Institut und die Änderung der Weiterbildungsordnung abgestimmt werden sollten.

Anlässlich des 20. Todestages von Helmuth Stolze, den Begründer der Konzentrativen Bewegungstherapie, hatten Anke Hamacher-Erbguth und Christine Breitenborn im Foyer eine Ausstellung zu seinem Gedenken gestaltet. 

Das Vorbereitungsteam bestand in diesem Jahr aus Lydia Stapel, Gisela Düro, Renate Ölschläger und Sina Merk. Nach der Begrüßung führten sie in einem Rollenspiel in das Thema der Tagung ein und schufen eine spannungsvolle Atmosphäre. Die Vorträge wurden in einem chronologischen Abriss kurz beschrieben, bevor ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse der Tagung erfolgte.

Die Vorträge

StaatsIm Eröffnungsvortrag zum Thema ‚Angst vermeiden und erkunden – Psychoanalytische Modelle zu Angst und Angststörungen‘ erläuterte Prof. Dr. med. Hermann Staats das Phänomen Angst und seine Funktionen und stellte die Kennzeichen von Angststörungen heraus. Er wies auf die Verbindung mit vielerlei klinischen Störungsbildern hin. Über Angst zu sprechen stellte er als essenziellen Indikator für den Behandlungserfolg heraus. Ebenso verwies er auf die Wichtigkeit, interpersonelle und strukturelle Voraussetzungen genau zu berücksichtigen. 

Am Freitag referierte Prof. Dr. med. Jens Plag über ‚Die Effekte von Bewegung und Sport auf Neurobiologie und Klinik der Angststörungen‘. Aus dem Bereich seines Forschungsschwerpunktes Angst gab er zunächst einen Einblick in die Einordnung der unterschiedlichen Angststörungen in der ICD-10 und der Erweiterung in der ICD-11. Sodann spannte er den Bogen über Prävalenz, Risikofaktoren und die neurobiologischen Effekte der Psycho- wie der Pharmakotherapie bis hin zu der großen Rolle von Bewegung auf alle psychischen Erkrankungen. Plag zeigte studienbasiert die hohe Wirksamkeit von verschiedenen Bewegungsinterventionen auf. So wirken sich beispielsweise Art und Dauer des Trainings auf die Effektivität bei Angststörungen aus.  

Seidler PlagAm Forschungsabend vertiefte Jens Plag dieses Thema in Bezug auf ‚Bewegungsinterventionen im Bereich der Musiker:innenmedizin‘. Hier auftretende Ängste lägen oft schon in der Biographie der Betroffenen begründet und äußerten sich in vielfältigen Erkrankungsbildern (z.B. Verkrampfungen in den Fingern, Auftrittsangst, …). Nach Plag seien Orchestermusiker:innen generell, besonders Streicher und Tasteninstrumentalist:innen aus dem Genre der Klassik, die am meisten belasteten Musiker:innengruppen. Die Wirksamkeit von Bewegungsinterventionen zeigte er anhand diverser Studien auf.

Prof. Dr. Klaus-Peter Seidler stellte im Anschluss daran die gerade laufende Untersuchung der KBT-Forschungsgruppe des DAKBT vor. Diese untersucht, wie KBT-Therapeut:innen die Behandlung ihrer Patient:innen beurteilen. Anschaulich das Prozedere beleuchtend erklärte er die Phasen und Hürden der Fragebogenerstellung bis hin zum Start der Studie. Er präsentierte vorläufige Ergebnisse, da aufgrund zu geringer Datenlage die Studie zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen werden können. In einer verlängerten Erhebungszeit von drei bis vier Monaten sollen nun noch weitere Fragebögen gesammelt werden. Seidler warb bei den anwesenden Kolleg:innen um die Bereitschaft zur Teilnahme.

BayerlAm Samstag bot Barbara Bayerl einen lebendigen und bewegenden Vortrag mit dem Thema ‚„Angst essen Seele auf“ – Facetten der Angst in der KBT-Arbeit‘ dar. Sie stellte nach einem kurzen Abriss über die eigene Angstbewältigung die Säulen ihrer Arbeit heraus: das Spielerische, den Humor und die Arbeit mit Symbolen. Es habe sich in der Praxis als wichtig erwiesen, psychoedukative Elemente einzubringen, um den Patient:innen die Zielsetzung deutlich zu machen. Im Fokus stehe immer, das ‚window of tolerance‘ zwischen Kampf und Flucht (Hyperarousal) und Erstarren (Hypoarousal) so weit möglich zu vergrößern. Bayerl stellte einige Beispiele aus ihrer Arbeit vor und hob die in ihrer Therapeutinnenrolle so wichtige Verbindung zu sich selbst und zur eigenen Angst hervor.
Nach einer Pause bestand die Möglichkeit, mit dem gleichnamigen Film von Rainer Werner Fassbinder „Angst essen Seele auf“ das Thema zu vertiefen und sich darüber auszutauschen.

NikendeiSchließlich schloss die Vortragsreihe am Sonntag mit Prof. Dr. med. Christoph Nikendeis Vortrag mit dem Thema ‚Angst im Zeichen der Klimakatastrophe und anderer globaler Krisen‘. Er bereicherte seinen Vortrag mit zahlreichen Fotografien, Karikaturen und Cartoons, die in ihrer Ironie dem Thema einerseits ein Stück Schwere nahmen und den Ernst der Lage gleichzeitig auf den Punkt brachten. Der Zusammenhang der planetaren Gesundheit und dessen Gleichgewicht sowie die Folgen der Wetterextreme auf das Wohlbefinden des Einzelnen (auch Suizidneigung) sorgte im Auditorium für Betroffenheit. Daraus entstand spontan der Wunsch, angeregt durch Marina Müller, einen internen Arbeitskreis zu gründen, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Nikendei sicherte überwältigt seine Unterstützung zu.

Die Workshops

Nach den Vorträgen stand es den Tagungsteilnehmer:innen frei, einen der folgenden vier Workshops zu besuchen. 

In Workshop 1 zeigten Sabine Wessendorf und Karin Beck mit dem Thema ‚Jugendliche – zwischen Verunsicherung und Zuversicht‘ Behandlungsansätze der Jugendlichentherapie auf.

Silja Falkenhagen
bot in Workshop 2 zum Thema ‚Mit Ängsten umgehen – sie überwinden mit KBT und Stimme‘ ein breites und praxisorientiertes Angebot. Mit KBT-Angeboten verquickt führte sie einfache und leistungsfrei präsentierbare Lieder ein, die sich zum sofortigen Einsatz in der praktischen Arbeit eignen. Falkenhagen

946 Lebensjahre Erfahrung errechnete Renate Meyer in Workshop 3 mit dem Thema ‚Den Ängsten des Alterns begegnen‘. Sie zeigte darin auf, dass Altwerden auch einen Rückblick auf das gelebte Leben mit all den erlangten Ressourcen gestattet. Die Alterspsychotherapie mit KBT macht diese entscheidenden Aspekte erfahrbar.

Im Workshop 4 mit dem Thema ‚Angst vor Krankheit und Tod – Angst vor dem Leben?‘ waren für Anja Felter-Holzinger und Henrik Süß zunächst große Widerstände zu spüren. Die eigene Komfortzone zu verlassen und den eigenen Themen nicht aus dem Weg zu gehen zeigte sich als Herausforderung. 

Die DAKBT-Mitgliederversammlung

Infolge der Informationen aus den Vortagen – gerade die Themen Institutsgründung, Gremienarbeit und Generalversammlung des EAKBT betreffend - verlief die Mitgliederversammlung des DAKBT am Samstagnachmittag reibungslos und zügig. Vertreter der Gremien stellten in kurzen Worten ihr Tätigkeitsfeld vor und der Vorstand wurde gewürdigt und entlastet. VorstandHier die wichtigsten Beschlüsse:

„Das Institut ist gegründet!“ verkündete der Versammlungsleiter Frank Kasper. Einstimmig wurde die Satzungsänderung angenommen. Somit gibt es künftig ein KBT-Weiterbildungsinstitut, dessen Geschäftsordnung von den Lehrbeauftragten der Weiterbildungskommission in Person von Nina Freudenberg und Sabine Wessendorf vorangetrieben wird. Das Institut wird den Weiterbildungskandidat:innen mehr Orientierung und Qualitätssicherheit bieten und gleichzeitig einen Rahmen für die Außendarstellung geben. Auch die Änderung der Weiterbildungsordnung wurde angenommen. Soweit ausgearbeitet, wird es Wahlpflicht- und Pflichtseminare geben.      
Bezüglich der Haushaltsplanung stimmte die Mehrheit der Anwesenden für eine geringfügige Anhebung der Mitgliedsbeiträge, um auch weiterhin kostendeckend agieren zu können.       
Susanne Wagner stellte die neue Website vor und erhielt einen langen Applaus für ihre Bemühungen. 

 Der Festabend

SketchNach diesem anstrengenden Nachmittag startete der traditionelle Festabend mit zwei Einlagen: Heidi Kletts und Elvira Brauns Sketch zur ‚Professionalisierung‘ des Instituts erheiterte das Publikum in besonderer Weise.

Es folgte eine Darbietung einiger in Silja Falkenhagens Workshop erlernter Lieder, die das Publikum letztlich einlud, mitzusingen und im Kreis stehend Gemeinschaft zu erleben. Für viele Kolleg:innen ein wunderbarer Einstieg, um im Foyer ausgelassen das Tanzbein zu schwingen. 

 


Abschluss und Ausblick

Die Jahrestagung ging am Sonntag mit Beifall zu Ende. Das Vorbereitungsteam hatte ein respektables Programm auf die Beine gestellt, obwohl alle im Team sich vor der Tagung noch auf ihre eigene Zertifikatsprüfungen vorbereitet hatten. Lydia Stapel und Gisela Düro konnten die KBT-Weiterbildung in der Zwischenzeit abschließen, Renate Ölschläger und Sina Merk stehen kurz davor.

Die nächste Jahrestagung wird als Gemeinschaftsprojekt von DAKBT und ÖAKBT von 9. – 11.10.2025 in Salzburg stattfinden und das Thema „Verbundenheit und Offenheit“ intensiv beleuchten. Turnusmäßig finden dort im Rahmen der DAKBT-Mitgliederversammlung wieder Vorstandswahlen statt. 
Herzliche Einladung nach Salzburg 2025!Vorbereitungsteam

Bericht: Marille Lohmann       Fotos: Christian Bredel und Almut Krämer

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Erstes KBT-Seminar in China

Vom 23.10.-29.10.2024 fand das erste KBT-Seminar in Shanghai/Suzhou mit mehr als 30 ärztlichen und psychotherapeutischen chinesischen Kolleg:innen statt. 

Nach der Begrüßung durch den Klinikdirektor und Dr. Sun, dem Organisator des Seminars, diente ein Vortrag der allgemeinen Einführung in die KBT. Das Seminar fand anschließend im Zeitraum von 6 Tagen á 8 UE statt. Es beinhaltete über die Selbsterfahrung hinaus Elemente der methodischen und theoretischen KBT-Fundierung. Ein weiterer Schwerpunkt bezog sich auf die traumaspezifische KBT-Behandlung.

Einleitung

Einige der chinesischen Kolleg:innen hatten die KBT bereits im Rahmen der deutsch-chinesischen Kooperation der psychosomatischen Medizin im Universitätsklinikum Freiburg kennengelernt.  Andere erlebten die KBT völlig neu. Sie kamen aus verschiedenen Gebieten Chinas (Peking, Innere Mongolei, Hongkong...) nach Suzhou, um neue Erfahrungen für ihre psychotherapeutische Tätigkeit in der Klinik oder in der ambulanten Praxis zu gewinnen.

Stäbe

Es war eine intensive und berührende kollegiale KBT-Arbeit über die kontinentalen Grenzen hinweg. Kulturelle und sprachliche Differenzen konnten durch das hohe Engagement des Dolmetschers Sheng, Ji überwunden werden. 

Kreis

Ich erlebte großes Interesse an der KBT, eine Zusammenarbeit mit professionellen und kreativen Kollge:innen, sowie eine herzliche Gastfreundschaft im Land der Mitte. Bereichert durch diese Erfahrungen widme ich mich nun wieder meiner KBT-Tätigkeit in Klinik, Praxis und Lehre in Deutschland.

Ute Backmann
Lehrbeauftragte im DAKBT

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