Mentalisieren in der KBT
Mentalisieren bezeichnet die Fähigkeit, eigenes und fremdes Verhalten als Ausdruck innerer Zustände – etwa von Gefühlen, Bedürfnissen, Motiven und Gedanken – zu verstehen. Diese Fähigkeit entwickelt sich in frühen Beziehungen und bildet die wesentliche Grundlage der psychischen Entwicklung.
Das Mentalisierungskonzept bietet für die KBT einen theoretischen Bezugsrahmen, um Körpererleben und Beziehungsgeschehen miteinander zu verknüpfen. Die körperorientierte Arbeitsweise der KBT eröffnet vielfältige Möglichkeiten, Mentalisierungsprozesse anzuregen. Zugleich vermittelt das MBT-Konzept insbesondere in der Arbeit mit Patient:innen mit strukturellen Beeinträchtigungen Orientierung und Sicherheit.
Im Seminar werden zentrale Konzepte der Mentalisierungstheorie vorgestellt und mit der Praxis der KBT verknüpft. Im Mittelpunkt stehen:
• Grundlagen der Mentalisierungstheorie
• Körper und Zwischenleiblichkeit als Grundlage von Mentalisierungsprozessen
• Die therapeutische Grundhaltung in KBT und MBT
• Für die KBT bedeutsame Behandlungsprinzipien und Interventionen
Das Seminar richtet sich an KBT-Therapeut:innen und ist zugleich offen für therapeutisch tätige Kolleg:innen anderer Berufsgruppen.
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