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30.01.2007
DAKBT vergibt den 3. Elsa-Gindler-Gedächtnis-Preis
Der Deutsche Arbeitskreis für
Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT) verlieh den Elsa-Gindler-Gedächtnis-Preis
2006 an Christine Gräff und Evelyn Schmidt. Die beiden
Preisträgerinnen wurden auf der Jahrestagung im Herbst
2006 für ihre Arbeit und ihr Wirken auch über
die Grenzen des DAKBT hinaus geehrt.
In der Laudatio für Frau Christine Gräff hebt
Barbara Bayerl das Grundlagenbuch „Konzentrative
Bewegungstherapie in der Praxis“ hervor, das die
Preisträgerin bereits in mehreren Auflagen herausgegeben
hat. „Aus dem Tunnel der Depression“ sei ein
weiteres Werk, so Bayerl, das der Fachwelt dezidierte
Einblicke in ihre KBT-Arbeit biete und nicht nur glatte,
voll funktionierende KBT, sondern auch Schwierigkeiten
und Missverständnisse darstelle.
Frau Evelyn Schmidt wurde in einer Rede von Thea Louise
Schönfelder für ihre Gradlinigkeit besonders
geschätzt: „Evelyn Schmidt kennzeichnet die
leise Beharrlichkeit einer Frau, die ihren Weg gefunden
hat…“. Evelyn Schmidt ist Herausgeberin des
ersten, 2006 erschienenen Lehrbuchs zur KBT, das in der
Fachwelt ebenso positive Resonanz erfuhr wie bei fachfremden
Lesern.
Elsa Gindler entwickelte die Grundlagen
der KBT-Arbeit Elsa Gindler (1885-1961) entwickelte
eine Körperarbeit, die den
Körper ganzheitlich versteht und deren Ziel es
ist, Leib, Seele und Geist zu harmonisieren. Sie arbeitete
gerne mit alltäglichen Bewegungsabläufen wie
Gehen, Stehen, Sitzen oder Liegen und schrieb der bewussten
Erfahrung und der eigenen Körperwahrnehmung eine
große Bedeutung zu.
Die Arbeit Elsa Gindlers legte die Basis für das
als KBT etablierte therapeutische Verfahren. Eine ihrer
Schülerinnen, Gertrud Heller, setzte die Methode
bei psychisch kranken Klienten ein. Durch sie gewann
Prof. Dr. Helmuth Stolze Einblick in diese Arbeit und
führte die Methode 1958 als „Konzentrative
Bewegungstherapie“ bei den Lindauer Psychotherapiewochen
ein.
Der nach Elsa Gindler benannte Preis, den der DAKBT
nun zum dritten Mal übergab, ehrt das Fortwirken
ihrer Arbeit in der heute angewandten körperorientierten
Therapiearbeit.
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BILD - Christine Gräff (li) und Evelyn Schmidt
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