Aktuelles
Aktuelle Nachrichten vom DAKBT e.V. zusammengestellt.
KBT bei Burnout - Jetzt reagiert auch die Politik
Das Thema zieht immer weitere Kreise. Laut aerzteblatt.de vom 20. 10. 2011 soll Bayern einen Burnout-Beauftragten bekommen.
Die Möglichkeiten der KBT zur Prävention und Behandlung von Burnout wurden in der KBT-Zeitschrift Nr. 40 in zwei Beiträgen dargestellt.
- KBT und Burnout im Dialog - Vortrag Renate Schwarze
- Den Boden unter den Füßen spüren - KBT bei Patienten mit Burnout - Jürgen Schultheiß (Datei unten zum herunterladen)
Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK) fand unter der Leitung von Frau Ulrike Schmitz, Lehrbeauftragte des DAKBT, ein Seminar zur Fortbildung anderer Körperpsychotherapeuten statt.
Aktuelle Seminarangebote und Kurse finden Sie unter DAKBT-Jahresprogramm 2012.
Interessante Buchempfehlung: Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Körperpsychotherapie
Störungsspezifische Konzepte in der Körperpsychotherapie
Hrsg. F. Röhricht
In diesem Buch stellen Vertreter verschiedener Körperpsychotherapieschulen erstmalig störungsspezifisch das therapeutische Arbeiten in der Körperpsychotherapie vor.
Hierzu lagen den Autoren vier verschieden Fallvignetten vor.
Ausgehend von den jeweiligen Störungsbildern (Depression, Angsterkrankung, somatoforme Störung und Persönlichkeitsstörung) werden von Vertretern der verschiedenen Körperpsychotherapieschulen (Konzentrative Bewegungstherapie, analytische Körperpsychotherapie, Tanztherapie, Bioenergetik, Funktionelle Entspannung und Integrative Biodynamik) ihre spezifische therapeutische Herangehensweise vorgestellt.
Frau B. Kluck-Puttendörfer (Lehrbeauftragte im DAKBT) beschreibt ihr konzeptuelles Vorgehen mit Konzentrativer Bewegungstherapie am Beispiel einer Patientin mit depressiver Störung. (Seite 81-93)
Frau U. Dultz (Lehrbeauftragte im DAKBT) stellt anhand der vorgegebenen Fallskizze einer somatoform gestörten Patientin ihre Behandlungskonzept mit KBT dar. (Seite 217-232)
Interessant zu lesen sind in diesem Buch die ausführlich beschriebenen Vorgehensweisen der verschieden körperpsychotherapeutischen Schulen zu einem vorgegebenen Fall.
Der Herausgeber F. Röhricht diskutiert selber am Ende gesondert für das jeweilige Störungsbild die Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten im therapeutischen Vorgehen der unterschiedlichen Körpertherapieverfahren.
Psychosozial Verlag, Buchreihe Therapie & Beratung, 328 Steinen, broschiert, Preis 34,90 EUR
ISBN-10: 9783837920901
ISNB-13: 9783837920901
36. Jahrestagung des DAKBT vom 22. bis 25.11.2012
Die 36. Jahrestagung des DAKBT findet vom 22. bis 25.11.2012 in der Tagungsstätte Hohenwart Forum bei Pforzheim statt.
Thema: "Halt mich fest- aber fass mich nicht an!"
Möglichkeiten und Grenzen in der KBT-Arbeit mit strukturell gestörten Menschen.
„Freunde sind wichtiger als die Ernährung“
Zufriedenheit, Optimismus und Geselligkeit: Das Rezept für ein gesundes Leben besteht aus mehr als Ernährungstipps und Sportratschlägen.
(Auszüge aus einem Interview mit Prof. Henningsen in SPIEGEL ONLINE vom 20. Februar 2012)
Anna von Hopffgarten (Autorin von „Gehirn und Geist“) befragte den Psychosomatik-Experten Prof. Henningsen (München) darüber, wie das Sozialleben die Gesundheit beeinflusst. Prof. Henningsen: „Es gibt viele Hinweise, dass sich Optimismus und Zufriedenheit positiv auf die Gesundheit und sogar auf die Lebenserwartung auswirken…. Wie gut ein Mensch in soziale Netzwerke eingebunden ist, ist z. B. viel wichtiger als die Frage, wie er sich ernährt… Zahlreiche Studien aus den letzten Jahren belegen: Ein intaktes Sozialleben hält gesund.“ Weiter geht Prof. Henningsen auf den starken Zusammenhang zwischen frühkindlichem Stresserleben und der Fähigkeit zur Stressregulation im Erwachsenenalter ein. „Wir wissen heute, dass solche (frühkindlichen Beziehungserfahrungen) unter anderem über epigenetische Mechanismen an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Dazu zählen beispielsweise Anhängsel am Erbgut, die die Aktivität bestimmter Gene beeinflussen. Anders als die DNA-Sequenz können sich diese im Laufe des Lebens verändern.“ Als Schwerpunkt in der Psychotherapie sieht Prof. Henningsen die Ressourcenaktivierung, um die vorhandenen Potenziale zu fördern. „Das stärkt das Selbstwertgefühl und damit die Fähigkeit, mit Problemen besser umzugehen.“ Die Empfehlung für den alltäglichen Umgang mit psychischen Belastungen von Prof. Henningsen lautet: „Lassen Sie es sich gut gehen! Achten Sie zum Beispiel darauf, nicht alles mit sich alleine ausmachen zu wollen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie aus der Balance geraten sind, dann holen Sie sich professionelle Hilfe.“
Tagungsbericht von der 14. Forschungswerkstatt vom 24. bis 25.02.2012 in Bad Honnef
14. Forschungswerkstatt vom 24. bis 25.02.2012 in Bad Honnef
Das Thema der diesjährigen Forschungswerkstatt „Fallstricke und Eigentore in der KBT" stieß auf reges Interesse und so fanden sich rund 50 TeilnehmerInnen am Freitagnachmittag in der Rhein-Klinik ein. Nach der Begrüßung durch den DAKBT-Vorstand und Dr. Jutta Kruse (ärztliche Leitung) gab Dr. Karin Schreiber-Willnow eine kurze Einführung in das Thema.
Die Vortragsreihe eröffnete Prof. Dr. Carsten Spitzer, ärztlicher Direktor des Asklepios Fachklinikums Tiefenbrunn, der freundlicherweise kurzfristig für Prof. Dr. Bernhard Strauß (Jena) eingesprungen war, mit einem sehr interessanten und anregenden Vortrag, bei dem er auf der Grundlage der Ergebnisse der Psychotherapieforschung einen kritischen Blick auf die Wirksamkeit von Psychotherapie im Allgemeinen und die Selbstüberzeugtheit vieler Psychotherapeuten warf.
Wie wir in der KBT mit „Fallstricken" und „Eigentoren" umgehen, wurde aus der Sicht einer Lehrbeauftragten, einer Weiterbildungskandidatin und einer Supervisorin vorgetragen: Christine Gräff sprach über Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, sowohl in der Therapie als auch von Seiten des Vereins, blickte aber auch mit einem kritische Auge auf die KBT, so wie sie heutzutage gelehrt und ausgeübt wird. Die anschließende Diskussion wurde lebendig und kontrovers geführt. Im Anschluss berichtete Silvia Maag sehr eindrücklich und offen über ihre ersten Schritte als KBT-Therapeutin mit ihren ganz persönlichen „Fallstricken" und „Eigentoren". Ein großer Teil der Zuhörerschaft fühlte sich sicher an die eine oder andere Situation des eigenen therapeutischen Werdegangs erinnert. Das Thema rundete Marie-Louise Redel ab, indem sie Beispiele aus ihrer Arbeit als Supervisorin einbrachte. Trotz des dichten Programms fand sich ein Teil der TeilnehmerInnen noch zu einer Kleingruppenarbeit zur Vertiefung des Themas zusammen. Nach einem leckeren Abendessen wurde noch weiter geplauscht und das Tanzbein geschwungen.
Der Samstagmorgen begann mit der Vorstellung des aktuellen Forschungsprojekts der DAKBT-Forschungsgruppe, wobei Prof. Dr. Klaus-Peter Seidler die vorläufigen Ergebnisse zum Zusammenhang von Patientenmerkmalen und KBT-Gruppenstundenerleben präsentierte. Im Anschluss daran folgten die Arbeitsgruppen des DAKBT: Die Diagnostikgruppe stellte ihre weiteren Arbeitsschritte zur Entwicklung eines Instrumentariums zur Eingangsdiagnostik in Verbindung mit der OPD-Strukturachse vor. In der anschließenden Kleingruppenarbeit rauchten die Köpfe; die Komplexität und die Herausforderungen an diese Arbeitsgruppe wurden sehr leibhaftig gespürt. Den Abschluss bildete die Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention. Auch hier wurde nach der Präsentation durch die Gruppe eifrig in Kleingruppen weiter an der Entwicklung eines Konzepts zur Stressbewältigung auf der Grundlage von KBT-Angeboten gearbeitet. Dr. Regina Schrack-Frank führte wie in den letzten Jahren sehr herzlich und erfrischend durchs Programm und entließ die zufriedenen und angefüllten Zuhörer in das Restwochenende.
Ein herzlicher Dank gilt der Rhein-Klinik für die uns entgegengebrachte Gastfreundlichkeit.
Zum Vormerken: die 15. KBT-Forschungswerkstatt findet in Bad Honnef am 22./23.2.2013 statt.

