Bibliographische
Angabe
Meyer, J. E. (1961). Konzentrative Entspannungsübungen
nach Elsa Gindler und ihre Grundlagen. Zeitschrift für
Psychotherapie und Medizinische Psychologie, 11 (4), 116-127
[Nachdruck in Auszügen in H. Stolze (Hrsg.), Die
Konzentrative Bewegungstherapie. Grundlagen und Erfahrungen
(S. 50-59). Berlin: Verlag Mensch und Leben].
Fragestellung / Hypothesen
Lassen sich für konzentrative Entspannungsübungen
nach Elsa Gindler spezifische neurophysiologische Befunde
nachweisen?
Stichprobe
Drei mit dieser Art von Entspannungsübungen gut
vertraute Versuchspersonen.
Untersuchungsdesign
Aggregierte Einzelfalluntersuchungen anhand eines A-B-Designs:
Überprüfung der Reflexer-regbarkeit und Grundaktivität
im rechten Triceps surae vor und während der Entspannung
mit Konzentration auf das rechte Bein.
Datenerhebungsverfahren
Elektromyogramm.
Datenauswertungsverfahren
Deskriptive Verlaufskurvenbeschreibung.
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Ergebnis
Während der konzentrierten Zuwendung auf das rechte
Bein zeigt sich eine deutliche Steige-rung des Eigenreflexes
und eine “Tonisierung”, d.h. überschwellige
Aktivierung der Moto-neurone des Rückenmarks (Hintergrundsaktivität).
Somit induzieren Entspannungsübungen nach Elsa
Gindler bei den Ausführenden keine passive Haltung,
sondern - im Unterschied zum Autogenen Training und
der Progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson - eine
gesteigerte Aktionsbereitschaft.
Anmerkung
Ohne Angabe bibliographischer Quellen wird berichtet,
dass im Elektroenzephalogramm bei Entspannungsübungen
nach Elsa Gindler sich in der Regel keine Veränderungen
des Grund-rhythmus zeigen; in einzelnen Fällen
würde das Kurvenbild einem ganz leichten Einschlaf-stadium
ähneln. Eine auffallende Aktivierung des a-Rhythmus,
wie er bei Zen- und Yoga-Übenden gefunden wurde,
ist bei Entspannungsübungen nach Elsa Gindler demnach
nicht nachzuweisen.
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