Bibliographische
Angabe
Helm-Lorenzen, A. (1992). Vom Körperbild zum Selbstbild.
Das Konzept des “basalen” Körperbildes.
Unveröff. Dipl.Arbeit, Philipps-Universität
Marburg.
Fragestellung / Hypothesen
Ausgehend von theoretischen Überlegungen zur Bedeutung
des “basalen” Körperbilds im Rahmen von
Körperbildstörungen bei frühen narzistischen
Störungen und Essstörungen werden unter anderem
folgende Hypothesen aufgestellt: (1) Hinsichtlich des
basalen Körperbilds unterscheiden sich folgende Personen-Gruppen:
KBT-Therapeuten, “normale" (klinisch unauffällige)
Personen, stationäre psychosomatische Patienten,
sowie essgestörte Patientinnen in ambulanter oder
stationärer Therapie. (2) Diese Personen-Gruppen
unterscheiden sich auch im Ausmaß des Zusammenhangs
von basalem Körperbild und anderen Anteilen des Selbstbildes.
Bezüglich beider Hypothesen wird angenommen, dass
die KBT-Therapeutinnen die positivsten Werte im Vergleich
aufweisen.
Stichprobe
355 Personen (105 KBT-Therapeuten, 111 "Normale",
110 psychosomatische stationäre Patienten, 29 essgestörte
Frauen in ambulanter oder stationärer Therapie).
Untersuchungsdesign
Erkundungsstudie mit Querschnitterhebung.
Datenerhebungsverfahren
Neukonstruierter Fragebogen zum Körperbild (KÖBI)
und Frankfurter Selbstkonzeptskalen (FSKN; Deusinger,
1986).
Datenauswertungsverfahren
Deskriptiv- und inferenzstatistische Auswertung.
|
Ergebnis
Faktorenanalytisch ergeben sich für den KÖBI
drei Skalen (“Allgemeines Körpergefühl”,
“Pathologisches Körpererleben” und “Differenziertheit
bei der Körperwahrnehmung/Identifikation mit der
Körperwahrnehmung”). KBT-Therapeuten weisen
auf allen drei Skalen die positivsten Werte auf. Hinsichtlich
des über alle Versuchspersonen hinweg bestehenden
deutlichen Zusammenhangs von Körperbild (KÖBI-Skalengesamtwert)
und Selbstbild (FSKN-Skalengesamtwert) mit r = .75 ergeben
sich für die KBT-Therapeuten und essge-störten
Frauen aber niedriger Werte als für die klinisch
unauffälligen Personen bzw. psycho-somatischen Patienten.
» PDF-Datei
|