Bibliographische
Angabe
Dietrich, S. (1995). Atemrhythmus und Psychotherapie.
Ein Beitrag zur Geschichte der Psychosomatik und ihrer
Therapien. Unveröff. Diss., Friedrich-Wilhelms-Universität
Bonn.
Fragestellung / Hypothesen
U.a.: Welche Körpertherapieverfahren sind von Bedeutung
für die Psychotherapie?
Stichprobe
163 leitende Ärzte (entspricht einer Rücklauf-quote
von 63%) psychosomatischer, psychiatrischer bzw. psychotherapeutischer
Kliniken in Deutschland.
Untersuchungsdesign
Explorative Befragung im Rahmen einer Berufsfeldforschung.
Datenerhebungsverfahren
Fragebogen mit vorgegebenen Antwort-kategorien.
Datenauswertungsverfahren
Deskriptivstatistische Auswertung.
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Ergebnis
Die KBT wird von Klinikleitern am häufigsten (66%)
als körperorientiertes Verfahren ge-nannt, das von
Bedeutung für die Psycho-therapie ist; es folgen
mit 39% die Gymnastik, mit 38% die Reichianische Körperarbeit/Bioenergetik
und mit 37% die Funktionelle Entspannung sowie weitere
Verfahren mit deutlich niedriger Anzahl von Nennungen.
Die Bedeutung der KBT für die Psychotherapie wird
vor allem von ärztlichen Leitern der Universitätskliniken
(86%) betont, am wenigsten hingegen von Leitern der Landeskrankenhäuser
(59%). Anwendung in den Kliniken findet vor allem die
Gymnastik (83% der Nennungen) und die KBT (56%); weitere
Verfahren werden deutlich weniger genannt (Tanztherapie
und Funktionelle Entspannung jeweils zu 25%, Reichianische
Körperarbeit/Bioenergetik zu 19%). Dabei erge-ben
sich in der folgenden Rangfolge für die KBT deutliche
Unterschiede in der Häufigkeit der Anwendung in den
Kliniken, wenn man die unterschiedlichen Versorgungseinrichtungen
getrennt betrachtet: Psychosomatische Fachkrankenhäuser
(79%), Landeskrankenhäuser (71%), psychiatrische
Kliniken ohne Versorgungsverpflichtung (70%) und psychiatrische
Abteilungen an Allgemein-krankenhäusern ohne Versorgungsverpflichtung
(34%)
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